#46 | Wie steht´s um New Meat?

Moin Foodians,

schon mal von Kweichow Moutai gehört? Das chinesische Unternehmen ist ein Hersteller von Schnaps und neuerdings das wertvollste Unternehmen des Landes. Das dürfte zum einen an den starken Wertverfall der Tech-Giganten Alibaba und Tencent liegen, zum anderen aber auch daran, dass Kweichow Moutai zu einem Großteil dem chinesischen Staat gehört und die exklusive Rechte zur Produktion der traditionellen Spirituose Moutai besitzt, einem Schnaps, der aus Hirse und Weizen gebrannt wird. schon mal von Kweichow Moutai gehört? Das chinesische Unternehmen ist ein Hersteller von Schnaps und neuerdings das wertvollste Unternehmen des Landes. Das dürfte zum einen an den starken Wertverfall der Tech-Giganten Alibaba und Tencent liegen, zum anderen aber auch daran, dass Kweichow Moutai zu einem Großteil dem chinesischen Staat gehört und die exklusive Rechte zur Produktion der traditionellen Spirituose Moutai besitzt, einem Schnaps, der aus Hirse und Weizen gebrannt wird.

Gānbēi!✌️

Philipp

 

Wie steht´s um New Meat?

Bei der Geschwindigkeit, mit der die New Meat Revolution voran geht, kann man schnell den Überblick verlieren. Aus diesem Grund gibt es folgend ein kurzes Update mit den relevantesten New-Meat-Headlines der letzten Wochen.

Cultivated Meat: Preisparität nicht mehr weit entfernt 
Didier Toubia, CEO von Aleph Farms, dem am besten kapitalisierten Kulturfleischunternehmen der Welt, geht davon aus, dass 2028 das Jahr sein wird, in dem sein kultiviertes Rindfleisch die Preisparität erreicht. Obwohl derzeit nur Singapur den Verkauf von kultivierten Fleischprodukten erlaubt, prognostizieren einige Branchenführer einen schnellen Fortschritt in der nahen Zukunft.
Der adressierbare Markt für "plant-based" wohl begrenzter, als vermutet
2020 erreichte der US-Markt für pflanzliche Fleischalternativen laut Good Food Institut die eine Milliarde Dollar Marke. Doch 2021 stagnierte der Markt und im laufenden Jahr verzeichnet er sogar einen leichten Rückgang. Wie kann das sein, wo doch alle davon ausgehen, dass "plant-based" bald schon konventionelles Fleisch ablösen wird?
Laut der Unternehmensberatung Deloitte spielt eine Fehleinschätzung der Branche eine wesentliche Rolle. "Der adressierbare Markt ist möglicherweise kleiner, als viele dachten" schrieb Deloitte im jüngsten Marktbericht. Viele Verbraucher*innen probieren pflanzliche Alternativen, nehmen sie aber nicht in ihren Alltag auf. Außerdem werden einschlägige Produkte nicht als besonders gesund wahrgenommen und auch die Umweltvorteile gegenüber konventionellen Alternativen werden wieder stärker hinterfragt.
Kommentar: Pflanzliches Fleisch ist eine Branding-Katastrophe
Adam Hanf, Berater von AgFunder, ist unzufrieden mit dem Marketing von "plant-based"-Marken. Stritten sich 2016 noch Beyond Meat und Impossible Foods um die Vorherrschaft am "plant-based"-Markt, ist dieser heute überfüllt und es fehlt an Differenzierung. "Gesünder, umweltfreundlicher, besser...", alle erzählen die selbe Geschichte. Adam Hanf sieht zwingenden Handlungsbedarf und macht Vorschläge, für mehr Unterscheidungskraft.
Helfen könnte da ein Blick in Andreas Peters´ Buch "New Food Marketing", hier zusammengefasst von Tobias Gross.
Weltgrößte Fleischkonzern stampft "plant-based"-Marke ein
JBS, der weltweit größte Produzent von Rind- und Lammfleisch, hat sein pflanzenbasiertes Geschäft in den USA aufgegeben. Die Marke OZO wird nach nur zwei Jahre wieder aus dem Sortiment der US-Supermärkte genommen. Als Grund führt das Unternehmen an, dass die Kategorie hinter den Erwartungen zurückbleibt. Ganz verschwindet die Marke allerdings nicht. “JBS will sich nun auf sein pflanzliches Geschäft in Brasilien und Europa konzentrieren”, sagte Nikki Richardson, Sprecherin von JBS USA.