#44 | Promis lieben Food

Moin Foodians,

es geht doch nichts über gelungene Innovation. Dass Selbstbedienungskassen im Supermarkt möglicherweise nicht unter dieser Kategorie einzuordnen sind, versucht dieses Video sehr humoristische zu verdeutlichen.

Peace!

Philipp

Promis lieben Food

Das Buzzord "Creator Economy" wurde schon so häufig verwendet, dass man den Eindruck erhalten könnte, die Hype flacht so langsam ab. Dabei ist das Gegenteil der Fall und es handelt sich auch nicht um einen Hype, sondern einen langfristigen Trend.
Waren es zu Beginn noch Influencer und ein paar Stars und Sternchen aus der Musik-branche, kommt der Trend allmählich in der "Early Majority" der Celebrity-Szene an.
Gleichzeitig ist Food - insbesondere Impact-Food - auch eines der beliebtesten Investitionsziele von Prominenten, was wohl daran liegt, dass der Lebensmittelmarkt leichter zu verstehen ist, als beispielsweise FinTech.
The Venture Way 
Der vermeidlich einfachste Weg, einen Fuß in die Tür der Lebensmittelwelt zu bekommen, ist Venture Capital. Geld ist bei den meisten Promis genug vorhanden, also braucht es nur noch geeignete Investitionsziele.
"It´s a match", dachte sich da wohl Lewis Hamilton, der bekanntlich Geschwindigkeit liebt und die Gelegenheit nutzte, um ins Quick Commerce Startup Zapp zu investieren.
Das ist allerdings nicht Hamilton’s einziges Food-Investment. Er ist ebenfalls in The NEAT Food Co investiert, einer britischen veganen Fast-Food-Kette, die auch Leonardo DiCaprio wenig später für sich als Investitionsobjekt entdeckte.
Der kennt sich bereits mit dem Thema aus, ist er doch auch in den New Food-Pionier Beyond Meat verstrickt, genau wie Microsoft Gründer Bill Gates.
Serena Williams, Jay Z, Katy Perry und viele andere glauben allerdings mehr an den wohl größten Mitbewerber Impossible Foods.
Ihnen nach, tat es Musiker Paul McCartney. Der setzt allerdings auch auf das in Singapur ansässige Startup Next Gen Foods, das mit seinem Produkt Tindle erfolgreich eine pflanzliche Alternative zu Hühnerflügeln bietet.
Aber auch deutsche Promis, insbesondere die gut bezahlte Fußball-Prominenz liebt Food.
Neben TV-Moderator Joko Winterscheidt ist auch Nationalspieler Thomas Müller in das hier ansässige Greenforce investiert. Und auch Ex-Nationalspieler Mario Gomez sieht viel Potenzial in New Food und versucht sich mit einer Beteiligung an Organic Garden.
Doch nicht alle machen gleich in pflanzliche Alternativen.
Mario Götze beteiligte sich am Kölner Startup Vejo, das einen mobilen Mixer vertreibt, mit dem man jederzeit frische Smoothies, Tees und andere „Blends“ herstellen kann.
Bereits ausgewachsener ist die Zusammenarbeit zwischen Philipp Lahm und Schneekoppe, die eine große Bandbreite an veganen, vegetarischen, glutenfreien und kalorienreduzierten Produkten, unter anderem an Aldi Süd und Nord vertreiben.
Creator Brands
Nicht alle sehen sich als reine VCs und wollen mehr, als nur Geld geben. Den meisten dürfte Jokolade ein Begriff sein, die - wie der Name schon andeutet - ein Produkt von Joko Winterscheid ist - herausgebracht in Zusammenarbeit mit Tony's Chocolonely.
Seine eigene Marke wollte auch Ex-Boxer Wladimir Klitschko und kreierte mit Wyllit Produkte wie Bio-Tees, Bio-Riegel und Fertiggerichte, die eine gute und zielgerichtete Ernährung in den Alltag jedes Menschen bringen sollen.
Ein Ähnliches Ziel verfolgt auch Tennisspielerin Venus Williams mit ihrer Marke Happy Viking, die allerdings Mahlzeiten in flüssiger Form vermarktet.
Und auch Kourtney Kardashian steht mutmaßlich kurz vor der Markteinführung einer eigenen Marke für gummiartige Nahrungsergänzungsmittel, unter dem Namen "Lemme".
Dieses Konzept lässt sich auch gut auf Eigenmarken übertragen. Vor kurzem hat GoPuff, der führende US-Schnelllieferdienst, die Zusammenarbeit NBA All-Star Chris Paul verkündet. Der Händler wird mit Paul eine neue Marke von Snacks auf pflanzlicher Basis auf den Markt bringen, die es exklusiv nur für GoPuff-Kund*innen gibt.

 

Celebrities start up
Mehr Arbeit kommt auf die Promis zu, die gleich ein eigenes Unternehmen gründen. Doch auch das schreckt viele nicht ab, sich im Food-Business zu engagieren.
So zum Beispiel Sara Nuru, die zusammen mit ihrer Schwester Kaffee aus Äthiopien, der Heimat ihrer Eltern, verkauft. Im Zentrum ihrer Marke „nuruCoffee“ stehen dabei nicht der Kaffee, sondern die Menschen, die ihn produzieren.
Im Fokus Sarah Gellars Startup steht wiederum das Thema Gesundheit. Die aus der Vampir-Serie „Buffy“ bekannte Schauspielerin gründete Foodstris 2015 mit dem Ziel, den Zucker in Snacks und Backmischungen zu reduzieren.
Was fehlt nach den Themen "Sozial" und "Ernährung"? Na klar, "Nachhaltigkeit". Und da hat TV-Moderator Johannes B. Kerner sein Thema für sich entdeckt. Zusammen mit Laura Schilling und Gastro-Spezialist Mark Korzilius haben sie ein emotionsgeladenes Konzept für eine vegane Fastfood-Kette entwickelt, bei dem Kulinarik mit Kunst, Design und Kreativität gepaart wird. Der Name: "unfckd vegan".

Und natürlich tummeln sich auch deutsche Fußballer unter den Food-Gründern. Erst kürzlich hat Dortmund-Profi Marco Reus sein Startup Repeat vorgestellt, ein Vitaminwasser für Sportler*innen und die Gaming-Szene.

Torhüter Kevin Trapp hat sich da schon mehr vorgenommen und möchte mit seiner Hafermilch Moelk nichts anderes, als eine Alternative für Kuhmilch etablieren.