#33 | Erfolgreiche Nischen: Food Delivery, mal anders

Moin Foodians,

Lebensmittel sind ein beliebtes Thema der Medien. Headlines wie "RÜCKRUF: DIESES PRODUKT SOLLTEN SIE NICHT ESSEN!" oder "DAS SIND DIE TRICKS DER HÄNDLER!" ploppen wöchentlich in den Newsfeeds auf.

In diese Kategorie fällt wohl auch der kürzlich im ZDF veröffentlichte Beitrag über Lidl ("Verkaufstricks beim Discounter-Riesen"), der zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurde und sicherlich eine gute Einschaltquoten erzielt haben dürfte.

Leider war die "Dokumentation" ähnlich valide wie die allseits bekannten "Umfragen" im Stile von "Marke oder No-Name: Was ist besser?".

So sah sich auch die Lebensmittelzeitung zu einem Kommentar über die Schwachpunkte der Lidl-Doku gezwungen.

Viel gruseliger, als die Tricks des Discounters fand ich jedenfalls, was mit den "Insidern" gemacht wurde, um deren Identität zu verschleiern.

Müsst ihr selber sehen... kann man nicht beschreiben.

Peace!

Philipp

Erfolgreiche Nischen: Food Delivery, mal anders.

Nachdem der Hype um Quick Commerce Dienste wie Gorillas und Flink allmählig abflacht, verschiebt sich der Fokus wieder auf weniger "laute" eFood-Player - zum Beispiel Knuspr und Picnic. Neuerdings wird allerdings vermehrt auch über die Nische der Ethno-Lieferdienste und deren Potenzial berichtet (siehe Newsbites).
Dabei sind Ethno-Lebensmittel nicht die einzige Geschäftslücke in der Welt der Lebensmittel-Lieferung. Heute widmen wir uns mal drei Unternehmen, die ihre eFood-Nische gefunden haben.

Public Goods - Private Label Only

Public Goods ist eigentlich kein reiner D2C-Online-Supermarkt, aber irgendwie auch kein B2B-Lieferant. Das Unternehmen aus New York möchte jedem - privaten Konsument*innen wie auch Hotellerie und Gastronomie - nachhaltige und hochwertige Produkte anbieten.

Dabei setzt das Startup zu 100 Prozent auf Eigenmarken. Das gilt für Lebensmittel, als auch für Near- und Non-Food. „Wir sind eine Marke, die Essentials in mehreren Kategorien liefert, vereint durch eine Reihe von Werten. Wir glauben, dass die Produkte, die Sie täglich verwenden, gesund, nachhaltig und leicht zugänglich sein sollten. Wir liefern gut gestaltete, umweltfreundliche Produkte des Alltags direkt zu Ihnen.“ - so das Versprechen auf der Unternehmensseite.

 

flyby - Der lokale Lebensmittel-Lieferdienst aus Österreich

Das Salzburger Startup flyby bezeichnet sich selbst als "den ersten regionalen Drive-In". Das Unternehmen tritt dabei als Marktplatz und Logistiker auf und macht Lebensmittel von Direktvermarktern aus dem Salzburger Umland für alle einfacher zugänglich. Die Waren werden Online bestellt und können am nächsten Tag in einer der drei Pickup-Stationen abgeholt oder neuerdings auch direkt nach Hause geliefert werden. Darunter zum Beispiel regionales Bier, Obst und Käse von Salzburger Höfen oder auch Obst und Gemüse aus der Region.

 

Locale - Lokale Lebensmittel nach dem Milchmann-Prinzip

Locale ist ein lokaler Lieferdienst, der nach dem Milchmann-Prinzip funktioniert. Die beiden Gründer starteten 2020 mit der Mission, ein anbieterfreundliches Modell zu schaffen, das die Bedürfnisse lokaler Anbieter stärker berücksichtigt und für diese günstiger ist, als die Gebühren-Modelle von DoorDash oder Uber Eats. Dafür verzichtet das Startups auf die sofortige Befriedigung und liefert nur dienstags und freitags. So lassen sich die Routen effizienter und somit kostengünstiger planen. Der große Mehrwert dieses Modells für die Kund*innen: Locale liefert eine Vielzahl an Lebensmitteln aus Los Angeles und der San Francisco Bay Area. Darunter Gerichte aus Restaurants, Gebäck vom Bäcker oder eben auch Lebensmittel des täglichen Bedarfs, wie Obst, Gemüse, Eier und Milch - alles aus der Region.

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